Mode, Funktionalität und die Liebe zum Detail – Das neue Fritzi aus Preußen

    „Ein starker Gesamtlook ohne schlechtes Gewissen.“ So lautet der Claim des deutschen Labels Fritzi aus Preußen, das seine Taschen kompromisslos aus 100 Prozent natürlich recycelbaren Polyurethan fertigt und ohne tierische Inhaltsstoffe verarbeitet. Zur neuen Frühjahr/Sommer-Saison 2020 behält das Unternehmen diesen Anspruch bei, stellt sich jedoch optisch neu auf und setzt auf einen neuen, femininen und trendorientierten Look. Was das genau heißt, verraten uns Lena Paetow, Head of Design Bags, und Björn Nadler, Head of Sales, im Interview.
    Fritzi aus Preußen
    Fritzi aus Preußen FS20

    Björn, was gibt es Neues aus der Fritzi aus Preußen-Markenfront zu berichten?
    Björn: Wir befinden uns derzeit in einem Entwicklungsprozess, der uns in eine neue Richtung lenkt, etwas weiter weg von dort, wo wir hergekommen sind.

    Was genau heißt das?
    Björn: Wir haben uns in der Vergangenheit rein auf ein Produkt für die breite Masse fokussiert. Nun wollen wir aber zusätzlich noch Storytelling integrieren, ganz einfach aus dem Grund, weil wir eine Geschichte zu erzählen haben. Das Thema Trends spielt für uns, als auch für unsere Zielgruppe, ebenfalls eine große Rolle, weshalb wir aktuell an einem Produktsortiment arbeiten, das einen sehr hohen Modegrad aufweist.

    Dann geht meine nächste Frage gleich an Lena: Wie sieht das neue Fritzi aus Preußen-Sortiment dann ab sofort aus?
    Lena: Zusammengefasst bieten wir zeitgemäße Taschen in einem lässigen, urbanen Look an – natürlich mit ganz viel Liebe zum Detail, guten Funktionen – und geben ab sofort modisch, immer eine gute Antwort auf die Saison.

    Wir sind alle sehr stolz auf unsere Produkte

    Björn erwähnte gerade, dass der Modegrad etwas angezogen werden soll. Wohin führt uns designtechnisch die FS20-Saison bei Fritzi aus Preußen?
    Björn: In der Vergangenheit haben wir uns mit unseren Vintagematerialien einen Namen gemacht – sehr sportives und rough. Wenn die Kundin jetzt unsere Taschen sieht, ist der Gesamtlook weitaus femininer. Das Labeling hat sich geändert, die Hardware hat sich geändert; wir arbeiten jetzt mit vielseitigen Materialien, die nach wie vor sehr lederähnlich sind und wir arbeiten nach wie vor nur mit tierfreien Bestandteilen.
    Lena: Genau, wir waren bis vor kurzem in einer Findungsphase. Wir sind sehr breit aufgestellt, heißt, wir haben sportliche, aber auch sehr chice Anteile. Es kristallisierte sich aber heraus, dass wir für beide Bereiche eine große Glaubwürdigkeit haben, weswegen wir auch weiterhin versuchen, beides zu bedienen, aber Björn hat Recht; wir ziehen den modischen Grad etwas an und versuchen uns noch mehr auf unsere Stärken zu fokussieren. Dazu zählt nicht nur das zeitgenössische Design, sondern auch die Funktionalität. Die versteckt sich beispielsweise in kleinen Taschen. Dinge, die man nicht aus der Ferne erkennt, aber beim näheren Hinsehen deutlich auffallen, denn das Innenleben ist ein Thema, das wir zunehmend berücksichtigen werden.

    Fritzi aus Preußen
    Lena Paetow, Head of Design Bags
    Fritzi aus Preußen
    Björn Nadler, Head of Sales

    Welche Keyfarben spielen in der kommenden FS20-Saison denn eine große Rolle bei Fritzi aus Preußen?
    Lena: Entsprechend unserer Neuausrichtung, zeigt sich auch unsere Farbpalette von der modischen Seite. Wir haben sehr optimistische, feminine und sehr farbenfrohe Farben. Die Kollektion greift unter anderem zahlreiche Pastell-Nuancen auf, während frische, fruchtige und spritzige Farben wie Lemon Gelb oder Fuchsia Pink sommerliche und mutige Akzente setzen. Beige und Braun-Nuancen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und ergänzen die Klassiker-Farben wie Schwarz, Blau und Rosa – das eher zeitlose Farbspektrum im Taschensegment.

    Hast du ein persönliches Lieblingsmodell?
    Lena: Ein einzelnes zu benennen, ist ehrlich gesagt gar nicht so leicht. Ich persönlich bin auf den Crossbody Bag-Trend aufgestiegen. Da bieten wir übrigens eine große Varianz in unseren verschiedenen Linien an. Dieser Crossbody Style ist einfach ein Taschentypus, mit dem ich momentan ganz gut zurecht komme. Ein weiteres cooles Thema ist unser Wallet on String: Ein voll ausgestattetes Portemonnaie zum Umhängen, mit Kartenfächern und Platz für’s Smartphone. Wenn man also nur das Nötigste komprimiert mit sich zu bringen möchte, hat man auf kleinem Raum viel Funktion.

    Björn, kommen wir noch mal auf den Handel zu sprechen. Wie liefen denn die vergangenen Saisons für euch?
    Björn: Die waren – zugegebenermaßen und wie überall im Handel – eine Challenge. Wenn man sich den allgemeinen Handel anschaut, bemerkt man, dass er sehr stagniert. Wir haben diesen Moment jedoch für uns genutzt, besser zu selektieren und uns frisch und neu aufzustellen. Wir sind also, rückblickend auf die letzten Saisons und trotz den gegebenen Herausforderungen, nicht unzufrieden, denn wir haben an Händlerqualität gewonnen.

    Fritzi aus Preußen
    Fritzi aus Preußen FS20

    Gibt es denn Märkte, die ihr noch erschließen wollt?
    Björn: Wir sind mit unseren aktuellen Märkten sehr zufrieden. Wir sind sehr gut aufgestellt – von der kleinen Boutique, hin zu allen großen Keyaccounts im Onlinebereich. Was wir aber in der Vergangenheit nie wirklich hatten, gerne aber für uns gewinnen möchten, ist der Taschen-Lederfachhandel.

    Die bevorstehende Messe-Saison bietet da sicherlich die ein oder andere gute Gelegenheit. Worauf freut ihr euch am meisten?
    Björn: Am meisten freue ich mich auf das Feedback der Kunden. Wir haben gezielt die ganzen Erfahrungen und das Feedback aus den letzten zwei, drei Saisons gesammelt – von der Kunden- und Endverbraucherseite aus. Wir haben aber auch viel sehr viel ausprobiert und uns in eine Richtung bewegt, die der Marke gut zu Gesicht stehen wird. Die neue Kollektion wird das sicherlich sehr gut widerspiegeln. Daher freue ich mich sehr darauf, die Marke auf der Messe neu zu präsentieren.
    Lena: Dem kann ich nur zustimmen. Als Designerin werde ich vor Ort die Augen offen halten und mich umschauen, was in Berlin passiert. Ich glaube, all das Input wird uns sehr viel Energie geben, aber mich interessieren natürlich auch vor allem die Reaktionen auf unsere Kollektion. Es ist das i-Tüpfelchen, auf das man hinarbeitet. Wir sind alle sehr stolz auf unsere Produkte und gehen daher sehr optimistisch in die nächste Saison.

    Interview: Cheryll Mühlen

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